Entwicklungsaufgaben des Erwachsenen

Welche Entwicklungsaufgaben hat der Mensch, wenn er erwachsen geworden ist?

Welche Themen haben die mittleren (4. bis 7.) Jahrsiebte?

  • 4. Jahrsiebt – Selbsterfahrung durch Welterfahrung

Nach dem eigentlichen Erwachsen-Werden mit 21, sind die jungen Menschen auf der Suche nach Welterfahrung, um sich darin selbst zu erfahren. Sie wollen nicht länger gelenkt werden, wollen selbst Lenker sein. Und das bedeutet wirkliche Arbeit.

  • 5. Jahrsiebt – Verantwortung im Sozialen übernehmen

Im Alter von 28 bis 35 Jahren ist der Mensch Meister des eigenen Körpers geworden. Der nächster große Schritt ist nun, Verantwortung im Sozialen zu übernehmen. Das Ich muss zuerst das Astralische durchwirken und dann das Ätherische.

  • 6. Jahrsiebt – die physische Welt meistern

Mit 35 bis 42 Jahren hat das Ich die Aufgabe, das Physische zu meistern in der realen Welt.

  • 7. Jahrsiebt – neues Bewusstsein durch Selbsterziehung

Wer die physischen Gesetze zunehmend versteht und meistert, wird ab 42 Jahren, weise: Er weiß um die eigene physische Kraft. Die sogenannte Midlife Crisis, die in diese Zeit fällt, betrifft vor allem diejenigen, denen es nicht gelang, das Physische, dazu gehört auch der physische Körper, wirklich zu meistern. Sie suchen dann oft nach einem Neubeginn im Physischen: nach einer neuen Familie, einem neuen Haus, einem neuen Job… Das ist eine kritische Zeit, in der die Menschen auf ihre eigene Begrenztheit gestoßen werden und merken, dass Lebenszeit nicht ewig währt, dass man wissen muss, was man will. Sich Klarheit darüber zu verschaffen, was realistisch ist, macht weise. Ein wirklich realistisches Lebensziel wäre, ein neues Bewusstsein zu erlangen durch Selbsterziehung, indem man zu meistern lernt, was man hat und ist (vgl. Selbsterkenntnis und Selbsterziehung: Selbsterkenntnis und Selbsterziehung).

  • Letztes Lebensdrittel – der Entwicklung dienen

Wem das gelingt, der kann im letzten Lebensdrittel der Entwicklung von Mensch und Welt dienen. Viele Menschen heute sind zwar aufgewachsen, aber noch längst nicht erwachsen. Wenn wir mit Kindern zu tun haben, ist es sehr gut für sie, wenn wir sie an unserem Bemühen, erwachsen zu werden, teilhaben lassen. Denn sie wollen, dass wir zu erwachsenen Menschen werden. Unser Bemühen spornt sie an, es auch zu versuchen. Dann ist es nicht weiter schlimm, dass wir noch nicht ganz erwachsen sind, unser Bemühen reicht.

Vgl. IPMT-Schulung in China 2011