Das Migräne-Mittel Biodoron
Wozu dienen laut Rudolf Steiner und Ita Wegmann die grauen Hirnzellen?
Und was ist Aufgabe der weißen Gehirnsubstanz?
Was ist Migräne aus anthroposophischer Sicht?
Aufgaben der grauen und weißen Hirnsubstanz
Entgegen der landläufigen Meinung, dass die ‚grauen Hirnzellen‘ Träger der menschlichen Intelligenz sind, wird von Rudolf Steiner und Ita Wegman betont, dass diesen Zellen
- überwiegend Stoffwechsel- und Ernährungsfunktion zukommt,
- weitaus weniger Hinneigung zu den rhythmischen Funktionen
- und am wenigsten zu den Sinnesfunktionen.
Der weißen Substanz hingegen – d.h. den Leitungsbahnen und Nervenfortsätzen – obliegt
-
die Funktion einer integrierenden, „die übrigen Sinne zusammenfassende[n] Sinnestätigkeit, in die das Ich und der Astralleib hineinwirken“.1
Daneben hat sie auch Bezug zu den rhythmischen Funktionen des Körpers (Astralleib/Ätherleib),
am wenigsten jedoch zum Stoffwechsel, in den vorzugsweise Ätherleib und physischer Leib hineinwirken.
Migräne aus anthroposophischer Sicht
Aus anthroposophischer Sicht beruht die Migräne auf einer ‚zurückgestoßenen Tätigkeit der Ich-Organisation‘, wodurch die Wahrnehmungsfunktion des zentralen Gehirns eingeschränkt wird zugunsten einer verstärkten Stoffwechselaktivität. Therapeutisch bedarf es also:
-
einer Anregung der Nerven/Sinnestätigkeit: Dies wird durch die Kieselsäure in Form von Quarz erreicht;
einer Umorientierung der rhythmischen Tätigkeit von ihrer Stoffwechsellastigkeit weg und hin zu einer stärkeren Verbindung mit dem Atemrhythmus: Das geschieht durch den Schwefel, der die rhythmische Funktionsordnung mehr dem Atemrhythmus zuneigen lässt;
einer Eindämmung der rein vitalen Stoffwechseltätigkeit und der Unterstützung von deren Regulation durch die Ich-Organisation: Das kann durch das Eisen erreicht werden. Eisen leitet den Verdauungsvorgang hinüber in den Blutrhythmus.
Auch mit diesem Arzneimittel liegen inzwischen jahrzehntelange positive Erfahrungen vor.2
Vgl. Einleitung zu Band 15, Schriften zur Anthroposophischen Medizin, Kritische Edition der Schriften Rudolf Steiners“, frommann-holzboog Verlag, Stuttgart 20253
- Rudolf Steiner, Ita Wegman, Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst, GA 27, S. 117.
- Einige Referenzen seien hier genannt: Sommer (1999), 289–292; Schirmer (1998), 348–355; Kohlhase (1998); Zwiauer (1989), 14–15; Hassauer (1988), 142–149; Noll (1963), 225–239.
- In Band 15 der SKA findet sich auch das umfangreiche Literatur- und Referenzverzeichnis. Wer den Inhalt weiter vertiefen möchte, kann sich dort darüber informieren.

